bindungsstärkend

Die liebevolle Alternative zum kontrollierten Schreien Lassen

Gespeichert von Dunstan Babysprache am Mo., 27.09.2021 - 16:37

 

Alle Babys werden weinen. Das ist normal und natürlich.

Baby weint

Die Diskussion darüber, wieviel ein Baby weinen darf und welche Auswirkungen dies auf das Kind hat, sind ein komplexes, persönliches und emotionales Thema.

Unsere Ansichten sind einfacher: Weinen ist entweder eine natürliche Reaktion zur Entlastung oder kann ein Hilferuf sein. Wir alle weinen ab und an aus einem bestimmten Grund. Danach spüren wir teilweise Erleichterung, weil sich dadurch die angestaute Spannung lösen konnte, wenn wir weinen durften. Dann ist kurzes Weinen heilsam.

Zu häufiges Weinen jedoch, bei dem uns niemand tröstet und beisteht oder die Missachtung von Weinen als Hilferuf verursacht seelischen Schmerz. Dies ist besonders bei Neugeborenen der Fall, deren Urvertrauen und Sicherheitsgefühl sich durch die sensible, verlässliche Reaktion der Eltern erst noch entwickelt. Hier kommt es darauf an, Weinen in seinen unterschiedlichen Nuancen als natürliche Kommunikationsform von Säuglingen wahr- und anzunehmen und sich in die Lautäußerungen seines Babys in den ersten Wochen und Monaten einhören zu lernen. Diesen liebevollen und achtsamen Weg zeigen wir Dir in unseren Dunstan Babysprache Kursen.

Die Methode des „kontrollierten Schreien Lassens“ oder umgangssprachlich „ferberns“ kann hingegen für Babys eine traumatische Erfahrung sein. Manchmal gehen Eltern diesen Weg aus eigener Erschöpfung und Überforderung heraus, praktizieren Schlaftrainings oder ähnliches. Oft sind sie jedoch einfach sehr unsicher, was sie tun sollen, wenn das Kind weint. Dann werden manchmal Babys aus purer Verzweiflung und Nicht-Weiter-Wissen schreien gelassen. Manche dieser erschöpften Eltern wurden vielleicht auch selbst mit „strenger Hand“ erzogen und so geprägt. Da kann es gut sein, dass im Hinterkopf die Angst vor dem Haustyrannen in Windeln generationenübergreifend weitergegeben wurde und noch mitschwingt mit dem Gefühl, sein Kind schon früh zum Gehorsam erziehen zu müssen und zu sehr zu verzärteln oder zu verwöhnen, wenn man auf jedes Weinen eingeht.

Ein Baby stundenlang weinen zu lassen und - wie manche unverständlicherweise dazu zu argumentieren, zu meinen: „Weinen kräftigt die Lungen“, - wäre wie der Vergleich dreimal hintereinander Marathon zu laufen, weil das eine untrainierte Beinmuskulatur stärkt.

Untröstliches Weinen kostet viel Energie und sollte möglichst vermieden werden. Die Dunstan Babysprache kann helfen, unnötigem Weinen vorzubeugen, indem sie Dir zeigt, welche Laute für die Grundbedürfnisse Deines Babys stehen, wie es diese äußert, noch bevor es ins Weinen oder gar Schreien eskaliert. Quasi wie ein Frühwarnsystem. Damit reduzieren sich die Weinanlässe und Intensitäten und Du kannst im Alltag Dein Baby rasch, frühzeitig und richtig beruhigen. Das schont die Nerven auf beiden Seiten.

Dieser Zugang zu Deinem Neugeborenen eröffnet Dir als Mama oder Papa auch wieder den Zugang zu Deiner eigenen Intuition und Deinem Bauchgefühl, was Dein Kind braucht und was ihm guttut. Das Wissen zu den Dunstan Reflexlauten ist damit eine sichere, natürliche und flexible Alternative für den liebevollen und bindungsstärkenden Umgang mit Säuglingen. Gesunder Menschenverstand, elterliche Intuition und akademische Forschung unterstützen unsere Sichtweise.

Deswegen raten wir dringend zum Ausprobieren einer sanften Alternative zum kontrollierten Schreien lassen.

Vor allen Dingen vertrauen wir darauf, dass Mütter als Expertinnen für ihr eigenes Kind oft wissen, was am besten für ihr Baby ist. Die Dunstan Babysprache gibt beiden Eltern ein sicheres, natürliches und anpassungsfähiges Werkzeug in die Hand, das im Alltag situativ so eingesetzt werden kann, wie Mütter und Väter dies für praktikabel und passend halten.

Schlaf-Expertin Tizzie Hall sagt: „Es gibt unzählige Beweise dafür, dass es emotional schädigend ist, wenn Babys Rufe und Schreien nicht beantwortet werden. Aber es ist für Eltern wichtig, sich zu erinnern, dass es verschiedene Arten von Weinen gibt, da Weinen Babys einzige Kommunikationsmöglichkeit ist. Eltern müssen lernen, diese Rufe zu interpretieren.“

Andere Experten meinen zum Weinen und zu seinen Auswirkungen auf Neugeborene:

Schlaf-Experte Dr. Alex Bartle fand heraus, dass frischgebackene Mütter durchschnittlich 400 bis 750 Stunden Schlaf in den ersten 12 Monaten verlieren. Dr. Bartle sagt, dass Schlafentzug einen Einfluss auf das Entscheidungsverhalten, den Blutdruck und auf Depressionen hat. Das Dunstan Team würde Dir gern helfen, diesen Schlafverlust eher näher an den 400 oder weniger als bei wertvollen 750 Stunden zu erreichen 😉.

Nach einer Umfrage im „Mother & Baby Magazine“ dazu, wie junge Eltern im Alltag klarkommen, die zwar schon im Okt/Nov 2005 veröffentlicht wurde, aber sicher heute noch ganz ähnliche Ergebnisse bringen würde, sagten:

70% der Mütter, dass sie weniger als 5 Stunden Schlaf jede Nacht in den ersten drei Monaten nach der Geburt hatten

Fast zwei Drittel der Mütter sind entweder schlecht gelaunt oder gereizt mit ihrem Baby, verzweifelt oder sehr nahe am Wasser gebaut.

57% probierten Schreien lassen aus, 27% fanden, dass es nichts nutzte, andere 27% fanden, es wirkte nur für ein bis zwei Nächte und nur 8% fanden, dass es langfristig Erfolg hatte.

Lorraine Rose, Autorin von « Learning to Love » - einem Elternratgeber zum Einfühlen in die emotionalen Bedürfnisse von Babys in den ersten Lebensjahren - sagt, dass die Beziehung, die ein Baby mit seiner Hauptbezugsperson hat, im Gehirn eine Botschaft einmeißelt, die beeinflusst, wie gut es mit anderen in Zukunft in Beziehung treten wird. Ist die Fürsorgeperson warmherzig und nährt diese die Bedürfnisse des Kindes, dann sagt diese Botschaft etwas wie: „Beziehungen sind okay. Ich kann dieser Person vertrauen. Ich fühle mich sicher bei ihnen.“ Das bereitet die Basis für zukünftige gute Bindungen und Beziehungen. Wenn aber diese erste Beziehung auf gewisse Weise durchgehend stressig für das Baby erlebt wird, dann lautet die Botschaft dahinter eher: „Beziehungen sind unvorhersehbar.“

Robin Barker, Hebamme und Bestseller-Autorin von „Baby Love“ meint dazu: „Ich glaube nicht, dass es möglich ist oder überhaupt auch nur angemessen, zu versuchen, einem Baby unter 6 Monaten das Schlafen beibringen zu wollen, indem man es Schreien lässt als geplante Strategie tagein, tagaus. Auch wenn dies ab und an funktionieren sollte, geht diese Strategie viel zu oft nicht auf und verursacht massiven Stress für das Baby und Ängste und Sorgen für die Mutter.

Schreien lassen verursacht ohne Frage enormen Stress für das Kind und eine große Unsicherheit. Beides hat durch die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol schädliche neurologische Effekte und damit dauerhafte Beeinträchtigungen für die Gehirnentwicklung zur Folge.

Mit dem Wissen um die Dunstan-Laute, die Dich rasch und gezielt reagieren lassen, wenn Dein Baby Hilfe braucht, kannst Du ihm viel Stress und Unwohlsein ersparen. Seine Energie kann es dann viel besser ins neugierige Entdecken der Welt stecken. Und das kommt sowohl Eurer Bindung als auch seinem kleinen Hirn in dessen Prägung entgegen.

Catherine McMahon: Statement zur Dunstan Babysprache

Gespeichert von Dunstan Babysprache am Fr., 02.07.2021 - 15:10

Mutter mit schlafendem Baby

 

Dieses wunderbare Statement einer australischen Psychologie-Professorin erklärt sehr anschaulich, wie die Dunstan Babylaute mit dem bindungsstärkenden und bedürfnisorientierten Weg von Anfang an Hand in Hand gehen und Familien mit Neugeborenen kommunikativ aufeinander einspielen. Dies gilt in unseren Augen natürlich für Mütter und Väter zugleich.

„Jahrzehntelange Forschungen unterstützen die zentrale Aussage der Bindungstheorie (Bowlby, 1969), dass sichere Bindungen, die im Kleinkindalter mit den Eltern eingegangen werden, die Grundlage für die emotionale Stabilität, die Verhaltensregulation und positive soziale Beziehungen bilden. Eine sichere Bindung entwickelt sich, wenn Babys ihren Bezugspersonen vertrauen können, dass diese sie trösten und ihre Bedürfnisse befriedigen, wenn sie sich angespannt fühlen, während diese gleichzeitig ihren Drang und ihre Fähigkeiten unterstützen, unabhängig zu werden und die Welt zu erkunden.

Auf der Grundlage detaillierter häuslicher Beobachtungen beschrieb Mary Ainsworth (1969; 1974) das Verhalten von Bezugspersonen, das eine stabile Bindung bewirkt. Einfühlsame Bezugspersonen bemerkten die Feinzeichen und Signale ihrer Babys, interpretierten diese Anzeichen genau und reagierten sofort und angemessen. Das ist jedoch nicht so leicht wie es klingt, besonders wenn es ums Weinen geht. Weinen ist die hauptsächliche Art und Weise, auf die hilflose Säuglinge ihre Bedürfnisse kommunizieren und Fürsorge auslösen können. Alle Babys weinen – manche mehr als andere. Das Weinen kann bei den Eltern starke Emotionen auslösen. Sie können sich gestresst, hilflos und verunsichert fühlen, wenn Babys untröstlich weinen – sie wissen nicht, was das Weinen bedeutet und wie sie darauf reagieren sollten. Die Sorgen um ein weinendes Baby sind die häufigsten Gründe dafür, dass Eltern Unterstützung und Rat von Gesundheitsexperten suchen.

Das Ausbildungsprogramm der Dunstan Babysprache (DBL) konzentriert sich auf kindliche Hilferufe und das Weinen der Babys und auf den Kern, was es braucht, um einfühlsame Eltern zu sein. Das Programm entschlüsselt das Babyweinen und hilft den Eltern, in jeder Gefühlslage bei ihrem Baby zu sein. Einfache und klare Beispiele helfen den Eltern zu verstehen, dass sogar das jüngste Baby sich an einer bedeutungsvollen Kommunikation beteiligen kann. Die Dunstan Babysprache ermutigt und unterstützt Eltern – erstens hilft sie, die unterschiedlichen Äußerungen und Signale des Babys wahrzunehmen. Zweitens erklärt sie, was die unterschiedlichen Schreie bedeuten können, so dass die Eltern konkret interpretieren können, was das Baby gerade hat. Letztendlich gibt es klare und praktische Beispiele, wie die Eltern auf Babys Bedürfnisse effektiv reagieren und die Verzweiflung des Babys lindern können. Wichtig ist, dass es den Nutzen des sofortigen Reagierens betont, um zu verhindern, dass sowohl Baby als auch Mutter übererregt und überwältigt werden. Die Mütter auf diese Weise anzuleiten, kann zu einem erfüllenden Austausch für beiden Seiten führen, was das Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens beim Baby und die Selbstwirksamkeit und Freude bei der Mutter fördert. Die Konzentration des Programms auf sehr junge Säuglinge liefert eine wunderbare Möglichkeit, Müttern und Babys zu einem guten Start zu verhelfen und negative Zyklen der Interaktion zu vermeiden.“

Verfasst von Catherine McMahon, Außerordentliche Professorin der Psychologie an der Macquarie Universität in Sydney (Australien),

übersetzt von Vivian König, National Trainer und lizenzierte Länderleitung der Dunstan Baby Pty Ltd für Deutschland, Österreich und die Schweiz