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Hör auf Dein Baby

Gespeichert von Dunstan Babysprache am Mo., 29.11.2021 - 17:18

Hör auf Dein Baby

Welche Laute haben eine Bedeutung?

Eine echte Errungenschaft der Dunstan Babysprache ist – sobald Du deren Laute als Worte mit Bedeutung verinnerlicht hast – unterscheiden zu können, wann Dein Baby versucht zu kommunizieren und wann es nur willkürliche Laute produziert. Die Gynäkologin Daniela aus Linz berichtete in diesem Zusammenhang über ihre Erfahrungen mit dem Dunstan Wissen mit Baby Nr. 2 Folgendes:

„Es gibt Mütter, die wissen und spüren immer sofort, was ihr Baby gerade braucht. So eine war ich nicht. Nach der Geburt meines ersten Kindes war ich vollkommen überfordert. Da die Gewichtszunahme anfangs schleppend voran ging, stillte ich meine Tochter quasi rund um die Uhr für und gegen jedes „Problem“. In meiner Erinnerung ans Wochenbett war die Kleine sehr angespannt (wie ich natürlich) und ich probierte mich verzweifelt durch alle möglichen Lösungsansätze wie Stillen, Tragen, Wickeln, Kuscheln, Schunkeln, Massieren, Singen, Summen und so weiter – hatte oft aber keine Ahnung, wie ich ihr helfen konnte.

Während der zweiten Schwangerschaft hörte ich von der Dunstan Babysprache und nahm an einem Workshop teil. Dabei fragte ich mich, was ein Neugeborenes nach der Geburt und dem Geburtsschrei zur Lungenentfaltung wohl als erstes „sagen“ würde. Nach dem ersten Schrei unseres Sohnes folgte sehr rasch der erwartete Laut für UNWOHLSEIN. Ich nahm ihn in die Arme, begrüßte ihn auf dieser Welt und tröstete ihn sofort. Der Laut für UNWOHLSEIN passte genau in die Situation, der Kleine war aus einer gewohnten warmen, dunklen und leisen Umgebung in einer neuen kühleren, helleren und lauteren Welt gelandet.

Die ersten Tage im Krankenhaus waren wunderbar. Wir hatten viel Zeit uns kennenzulernen und ich lernte seine Sprache. Er war zufrieden und entspannt. Ich konnte gar nicht fassen, dass Wochenbett auch so sein konnte. Ich stillte ihn natürlich häufig, achtete dabei aber sehr auf seine Signale. Er war kein 0 auf 100 Schreibaby, er „erzählte“ wirklich erst mal ganz ruhig, was er brauchte. Besonders hilfreich war der Laut für‘s BÄUERCHEN. Nahm ich ihn hoch und ließ ihn Aufstoßen, schlief er danach oft ganz entspannt ein. Hätte ich ihn in diesen Situationen gestillt, wären Blähungen und Bauchschmerzen vorprogrammiert gewesen. In den ersten Wochen zuhause lernte ich auch den Laut für MÜDE kennen und schätzen, den er viel früher als alle anderen Schlafanzeichen wie Augenreiben oder Gähnen machte. Wenn ich ihn dann rasch in die Trage setzte, schlief er zufrieden kuschelnd ein.

Natürlich gibt’s noch Situationen, in denen ich einfach nicht entschlüsseln kann, was er gerade braucht. Aber durch die Dunstan Babysprache habe ich gelernt, mein Kind genauer zu beobachten und wiederkehrende Laute seinen Bedürfnissen zuzuordnen.“

Hörbare Signale Deines Babys

Eines der grundlegendsten Signale Deines Kindes ist das Atmen. Verbringe in den ersten Wochen nach der Geburt immer wieder etwas Zeit damit, dem Atem Deines Babys zuzuhören. Am besten während unterschiedlicher Aktivitäten – beim Schlafen, Trinken, im Liegen, beim Wickeln oder während Positionsveränderungen. So wirst Du langsam vertraut mit seinen einzigartigen Atemmustern.

Manche Babys z.B. zeigen die sogenannte periodische Atmung, wenn sie schlafen. Die durchlaufen Phasen mit rascherer Atmung, flacher Atmung und kurzen Atempausen.

Auch wenn Letzteres frischgebackene Eltern ziemlich ängstigen kann, es ist absolut normal. Wenn Du das normale Muster Deines Kindes kennst, hilft Dir dies dabei, zukünftig sowohl eventuelle Unregelmäßigkeiten erkennen zu können und vorzubeugen, unbegründet panisch zu reagieren. Mit zunehmender Routiniertheit erwächst Selbstsicherheit und innere Ruhe. Die strahlt auch auf Dein Kind und Euren Alltag aus.

Schlafen -das richtige Timing ist entscheidend

Die Dunstan Babysprache wird Dir auf diesem Weg nicht nur helfen, zu verstehen, was Dein Baby sagt, sondern auch zu erkennen, wann es nur mit seiner Stimme spielt oder ob es gerade Deine aktive Hilfe – z.B. beim Einschlafen – braucht. Dass es dabei oft auf das richtige Timing durch eine sensible Wahrnehmung ankommt und sich Babys nicht in ein von uns Großen vorgegebenes fixes Zeitregime - wie vor 50 Jahren noch üblich - pressen lassen, zeigt folgendes Beispiel von Camilla aus Erfurt:

Mein Sohn sagte „müde“ meist ganz sacht und sanft. Ohne das Dunstan-Wissen hätte ich diese Äußerungen gar nicht ernst genommen. Wenn ich „müde“ hörte und ihn dann gleich hinlegte, schlief er sofort ohne Probleme ein. Überhörte ich es jedoch im geschäftigen Alltag mit zwei Kindern manchmal, dann war er oft schon so übermüdet, dass es bis zu einer Stunde Beruhigen und Herumtragen brauchte, bis er dann endlich in den Schlaf fand.

Babys Atmung und seine Stimm-Experimente

Die meisten Babys atmen durch die Nase. Daher darfst Du Dich auf eine fröhliche Mischung aus Schnarchern, Gurgeln, Schluckaufs und Pfeifen freuen. Zusätzlich zum Atmen gibt es viele andre Sounds, die Dein Baby machen wird wie z.B. quietschen, schreien, lachen, grunzen, knurren und brabbeln.

Manchmal experimentiert Dein Baby dabei einfach nur mit seinem sich entwickelnden Körper und hat Spaß an den Vibrationen der Töne in seiner Kehle. In anderen Momenten versucht Dein Kind zu kommunizieren in seiner eigenen Sprache und auf seine altersgerechte Weise. Die Dunstan Laute zu üben, hilft Dir nicht nur zu verstehen, was Dein Kind gerade sagt und braucht, sondern auch zu erkennen, wenn es nichts braucht und einfach nur mit seiner Stimme spielt.

Deinem Baby gut zuzuhören und genau hinzuhören kann ein ganz wesentlicher Schritt sein, seine Bedürfnisse und Gefühle achtsam wahrzunehmen und differenziert zu erkennen. Ein seufzendes Baby zeigt vielleicht seine Zufriedenheit oder auch Müdigkeit, während ein weinendes Baby eine volle Windel signalisiert oder Unbehagen oder eine verspätete Mahlzeit. Im Zusammenhang mit dem Wissen um die Dunstan Laute wird Dir rasch klar, worum es in diesem Augenblick geht. Nachdem Du die Deinem Baby eigene individuelle Sprache übersetzt und entschlüsselt hast, einfühlsam und verständnisvoll darauf eingehen konntest, was es sagte, wird auch dieser Moment Eure Bindung aufs Neue vertiefen und der ganze Stress und Frust, der mit dem klassischen Rätselraten und typischen Checkliste durchgehen im Kopf früher einherging, wird der Vergangenheit angehören.

Dunstan Wissen kommt auch größeren Geschwisterkindern zugute

Auch bereits erprobten und sicheren Eltern, die Dunstan Babylaute erst mit dem zweiten, dritten oder gar vierten Kind kennenlernen konnten, helfen die Dunstan Kenntnisse im Alltag markant und kommen auch den größeren Geschwistern indirekt zugute, wie Alisa aus Solingen uns berichtete:

„Dunstan hat bei uns super geklappt! Ich habe zwei Söhne und bei dem Großen kannte ich die Dunstan Laute noch nicht. Als mein zweiter Sohn kam, war der Große aber auch erst 20 Monate alt und mir war es wichtig, den Bedürfnissen von beiden Kindern möglichst gerecht zu werden. Besonders der „müde“-Laut war für uns deshalb sehr wichtig. Wenn mein Kleiner diesen sagte, brauchte er auch wirklich komplette Ruhe. Am schnellsten schlief er dann ein, wenn ich ihn einfach in sein Bettchen legte. Das ersparte mir natürlich jegliches Herumtragen und Wiegen, wie ich es von meinem großen Sohn kannte. Verpasste ich den Laut - z.B. unterwegs oder wenn viele Menschen um uns waren - dann fing er an zu weinen, und braucht mich als Hilfe, um zur Ruhe zu kommen. Ich konnte mir also sehr viel Zeit ersparen, wenn ich genau hinhörte. Zeit, die meinem größeren Sohn dann zugute kam.“

 

Die liebevolle Alternative zum kontrollierten Schreien Lassen

Gespeichert von Dunstan Babysprache am Mo., 27.09.2021 - 16:37

 

Alle Babys werden weinen. Das ist normal und natürlich.

Baby weint

Die Diskussion darüber, wieviel ein Baby weinen darf und welche Auswirkungen dies auf das Kind hat, sind ein komplexes, persönliches und emotionales Thema.

Unsere Ansichten sind einfacher: Weinen ist entweder eine natürliche Reaktion zur Entlastung oder kann ein Hilferuf sein. Wir alle weinen ab und an aus einem bestimmten Grund. Danach spüren wir teilweise Erleichterung, weil sich dadurch die angestaute Spannung lösen konnte, wenn wir weinen durften. Dann ist kurzes Weinen heilsam.

Zu häufiges Weinen jedoch, bei dem uns niemand tröstet und beisteht oder die Missachtung von Weinen als Hilferuf verursacht seelischen Schmerz. Dies ist besonders bei Neugeborenen der Fall, deren Urvertrauen und Sicherheitsgefühl sich durch die sensible, verlässliche Reaktion der Eltern erst noch entwickelt. Hier kommt es darauf an, Weinen in seinen unterschiedlichen Nuancen als natürliche Kommunikationsform von Säuglingen wahr- und anzunehmen und sich in die Lautäußerungen seines Babys in den ersten Wochen und Monaten einhören zu lernen. Diesen liebevollen und achtsamen Weg zeigen wir Dir in unseren Dunstan Babysprache Kursen.

Die Methode des „kontrollierten Schreien Lassens“ oder umgangssprachlich „ferberns“ kann hingegen für Babys eine traumatische Erfahrung sein. Manchmal gehen Eltern diesen Weg aus eigener Erschöpfung und Überforderung heraus, praktizieren Schlaftrainings oder ähnliches. Oft sind sie jedoch einfach sehr unsicher, was sie tun sollen, wenn das Kind weint. Dann werden manchmal Babys aus purer Verzweiflung und Nicht-Weiter-Wissen schreien gelassen. Manche dieser erschöpften Eltern wurden vielleicht auch selbst mit „strenger Hand“ erzogen und so geprägt. Da kann es gut sein, dass im Hinterkopf die Angst vor dem Haustyrannen in Windeln generationenübergreifend weitergegeben wurde und noch mitschwingt mit dem Gefühl, sein Kind schon früh zum Gehorsam erziehen zu müssen und zu sehr zu verzärteln oder zu verwöhnen, wenn man auf jedes Weinen eingeht.

Ein Baby stundenlang weinen zu lassen und - wie manche unverständlicherweise dazu zu argumentieren, zu meinen: „Weinen kräftigt die Lungen“, - wäre wie der Vergleich dreimal hintereinander Marathon zu laufen, weil das eine untrainierte Beinmuskulatur stärkt.

Untröstliches Weinen kostet viel Energie und sollte möglichst vermieden werden. Die Dunstan Babysprache kann helfen, unnötigem Weinen vorzubeugen, indem sie Dir zeigt, welche Laute für die Grundbedürfnisse Deines Babys stehen, wie es diese äußert, noch bevor es ins Weinen oder gar Schreien eskaliert. Quasi wie ein Frühwarnsystem. Damit reduzieren sich die Weinanlässe und Intensitäten und Du kannst im Alltag Dein Baby rasch, frühzeitig und richtig beruhigen. Das schont die Nerven auf beiden Seiten.

Dieser Zugang zu Deinem Neugeborenen eröffnet Dir als Mama oder Papa auch wieder den Zugang zu Deiner eigenen Intuition und Deinem Bauchgefühl, was Dein Kind braucht und was ihm guttut. Das Wissen zu den Dunstan Reflexlauten ist damit eine sichere, natürliche und flexible Alternative für den liebevollen und bindungsstärkenden Umgang mit Säuglingen. Gesunder Menschenverstand, elterliche Intuition und akademische Forschung unterstützen unsere Sichtweise.

Deswegen raten wir dringend zum Ausprobieren einer sanften Alternative zum kontrollierten Schreien lassen.

Vor allen Dingen vertrauen wir darauf, dass Mütter als Expertinnen für ihr eigenes Kind oft wissen, was am besten für ihr Baby ist. Die Dunstan Babysprache gibt beiden Eltern ein sicheres, natürliches und anpassungsfähiges Werkzeug in die Hand, das im Alltag situativ so eingesetzt werden kann, wie Mütter und Väter dies für praktikabel und passend halten.

Schlaf-Expertin Tizzie Hall sagt: „Es gibt unzählige Beweise dafür, dass es emotional schädigend ist, wenn Babys Rufe und Schreien nicht beantwortet werden. Aber es ist für Eltern wichtig, sich zu erinnern, dass es verschiedene Arten von Weinen gibt, da Weinen Babys einzige Kommunikationsmöglichkeit ist. Eltern müssen lernen, diese Rufe zu interpretieren.“

Andere Experten meinen zum Weinen und zu seinen Auswirkungen auf Neugeborene:

Schlaf-Experte Dr. Alex Bartle fand heraus, dass frischgebackene Mütter durchschnittlich 400 bis 750 Stunden Schlaf in den ersten 12 Monaten verlieren. Dr. Bartle sagt, dass Schlafentzug einen Einfluss auf das Entscheidungsverhalten, den Blutdruck und auf Depressionen hat. Das Dunstan Team würde Dir gern helfen, diesen Schlafverlust eher näher an den 400 oder weniger als bei wertvollen 750 Stunden zu erreichen 😉.

Nach einer Umfrage im „Mother & Baby Magazine“ dazu, wie junge Eltern im Alltag klarkommen, die zwar schon im Okt/Nov 2005 veröffentlicht wurde, aber sicher heute noch ganz ähnliche Ergebnisse bringen würde, sagten:

70% der Mütter, dass sie weniger als 5 Stunden Schlaf jede Nacht in den ersten drei Monaten nach der Geburt hatten

Fast zwei Drittel der Mütter sind entweder schlecht gelaunt oder gereizt mit ihrem Baby, verzweifelt oder sehr nahe am Wasser gebaut.

57% probierten Schreien lassen aus, 27% fanden, dass es nichts nutzte, andere 27% fanden, es wirkte nur für ein bis zwei Nächte und nur 8% fanden, dass es langfristig Erfolg hatte.

Lorraine Rose, Autorin von « Learning to Love » - einem Elternratgeber zum Einfühlen in die emotionalen Bedürfnisse von Babys in den ersten Lebensjahren - sagt, dass die Beziehung, die ein Baby mit seiner Hauptbezugsperson hat, im Gehirn eine Botschaft einmeißelt, die beeinflusst, wie gut es mit anderen in Zukunft in Beziehung treten wird. Ist die Fürsorgeperson warmherzig und nährt diese die Bedürfnisse des Kindes, dann sagt diese Botschaft etwas wie: „Beziehungen sind okay. Ich kann dieser Person vertrauen. Ich fühle mich sicher bei ihnen.“ Das bereitet die Basis für zukünftige gute Bindungen und Beziehungen. Wenn aber diese erste Beziehung auf gewisse Weise durchgehend stressig für das Baby erlebt wird, dann lautet die Botschaft dahinter eher: „Beziehungen sind unvorhersehbar.“

Robin Barker, Hebamme und Bestseller-Autorin von „Baby Love“ meint dazu: „Ich glaube nicht, dass es möglich ist oder überhaupt auch nur angemessen, zu versuchen, einem Baby unter 6 Monaten das Schlafen beibringen zu wollen, indem man es Schreien lässt als geplante Strategie tagein, tagaus. Auch wenn dies ab und an funktionieren sollte, geht diese Strategie viel zu oft nicht auf und verursacht massiven Stress für das Baby und Ängste und Sorgen für die Mutter.

Schreien lassen verursacht ohne Frage enormen Stress für das Kind und eine große Unsicherheit. Beides hat durch die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol schädliche neurologische Effekte und damit dauerhafte Beeinträchtigungen für die Gehirnentwicklung zur Folge.

Mit dem Wissen um die Dunstan-Laute, die Dich rasch und gezielt reagieren lassen, wenn Dein Baby Hilfe braucht, kannst Du ihm viel Stress und Unwohlsein ersparen. Seine Energie kann es dann viel besser ins neugierige Entdecken der Welt stecken. Und das kommt sowohl Eurer Bindung als auch seinem kleinen Hirn in dessen Prägung entgegen.